«strike» Wu Tsang, Moved by the Motion & NTGent
Eine multidisziplinäre Performance um den Mythos der Opernfigur Carmen.

16.11. 20:00 – 18.11. 21:20
In dieser multidisziplinären Performance treffen Live-Improvisation, Sound, Video und Flamenco auf den Mythos der Opernfigur Carmen.
Der Begriff «strike» umfasst im Englischen viele Bedeutungen: eine plötzliche Ohrfeige, ein perkussiver Schlag, ein Streik, ein Akt kollektiver Unterbrechung. Das Wort vereint Gewalt, Rhythmus und Widerstand zugleich. In ihrer neuesten multidisziplinären Performance greift das Kollektiv «Moved by the Motion» den Begriff in Zusammenhang mit dem weltberühmten Femizid an der Opernfigur Carmen auf.
Gemeinsam mit Flamenco-Künstler*innen und durch Live-Improvisation, Sound- und Videoüberlagerungen werden Fragmente des Carmen-Mythos auseinandergerissen und in «strike» neu zusammengesetzt. Musik zersplittert, Bilder stören, Körper verhandeln überlieferte Gesten. Was dabei entsteht, ist weniger eine Nacherzählung als eine Ausgrabung – ein Versuch, die Gewalt aufzudecken, die in der Schönheit dieser Legende verborgen liegt.
«strike» unter der Regie von Wu Tsang ist das Ergebnis einer sechsjährigen Recherche zur Oper «Carmen», zur Darstellung der Figur der Carmen in anderen Genres sowie zur Flamenco-Subkultur. Für diese Recherche verbrachte Tsang über viele Jahre hinweg viel Zeit in Sevilla, Spanien. Die in den USA geborene Tsang ist eine preisgekrönte bildende Künstlerin, deren Projekte in renommierten Museen wie dem MoMA (New York) präsentiert wurden. Zwischen 2019 und 2024 war Tsang Hauskünstlerin am Schauspielhaus Zürich. Ihre Company Moved by the Motion behält ihren Arbeitsschwerpunkt in Zürich und produziert Arbeiten in Kooperation mit der Gessnerallee.
Foto: Trevis Janssen.
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